Inhalt
KARLI (12) zieht mit seiner Familie in die Alpen, wo sich seine Eltern endlich den Traum vom eigenen Hotel erfüllen. Bei seinen Streifzügen durch das ehemalige Grandhotel entdeckt er, dass er in einem alten Lastenaufzug in der Zeit reisen kann – und landet im Jahr 1938! Karli freundet sich dort mit dem jüdischen Gästemädchen Hannah und dem Schuhputzerjungen Georg an. Doch Karli wagt nicht, seinen Freunden zu erzählen, was er über das Jahr 1938 erfährt, und warum es lebenswichtig ist, dass Hannah nicht nach Berlin zurückfährt.
Als Georg zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt und gefeuert wird, wollen seine neuen Freunde ihm helfen und den wahren Gauner finden. Dabei entdecken die drei, dass im Hotel seltsame Dinge vor sich gehen. Ist der gutaussehende Pianist Bruno ein Juwelendieb? Und steckt Hannahs Vater mit ihm unter einer Decke? Die Kinder beschließen, das Rätsel zu knacken und finden heraus, dass sich hinter der Hotelfassade ein riesiges Geheimnis verbirgt!
Umsetzung
Der Film erzählt kindgerecht und gut recherchiert von verschiedenen Aspekten des Antisemitismus im Nationalsozialismus. Auch Themen wie Fluchthilfe und Widerstand werden behutsam vermittelt, indem sie als Rätsel präsentiert werden, die die Kinder im Film nach und nach entschlüsseln. So entsteht eine Form der Wissensvermittlung, die junge Zuschauerinnen und Zuschauer nicht überfordert, sondern ihnen – ähnlich wie bei einem eigenen Forschungsauftrag – historische Zusammenhänge schrittweise eröffnet. Besonders interessant ist die Verbindung mit Elementen des Kriminal- und Detektivfilms, die für Spannung sorgen: rasche Schnitte, auffallende Musik und ein authentisch gestaltetes historisches Setting. Die Zeitreise, die Karli unternimmt, wird so auch für das Publikum zu einer Reise in die Vergangenheit, unterstützt durch die angepasste Sprache und Kostüme. Im Vordergrund stehen die Kinder; sie agieren selbstständig und selbstbewusst.
