Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Spannender Dokumentarfilm über drei Wissenschaftler, die bereits lange vor der Corona-Pandemie vor Viren aus Fledermäusen warnen und später gegen politische Vorwürfe kämpfen müssen.
Inhalt
„Unser unsäglicher Lebensstil ist die größte Bedrohung für die Menschheit. Unsere Arroganz, unsere Hybris. Das ist, was uns und unsere Enkelkinder bedrohen wird“. So reflektieren drei Wissenschaftler aus den USA, China und Singapur ihre jahrzehntelange Feldforschung und bahnbrechenden Ergebnisse über Fledermäuse als Überträger, nicht zuletzt des SARS-CoV-Virus. Doch als eine Fake News-Welle über sie hinweg rollt, werden ihnen nicht nur ihre Errungenschaften abgesprochen, sondern sie geraten selbst in die Schusslinie. Wieso uns dies auch fünf Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie zu interessieren hat, verdeutlicht der Film mit viel Empathie und Einblicke in die Welt der Wissenschaft: Es wird nicht die letzte Pandemie gewesen sein!
Umsetzung
Der Film gibt einen Einblick in die jahrzehntelange Forschung an Fledermäusen im Zusammenhang mit auf Menschen übertragbaren Erkrankungen und zeigt, dass die Warnungen der beteiligten Forscherinnen und Forscher ungehört blieben. Die drei Protagonisten des Films hatten eine Pandemie wie Corona seit Jahren vorausgesagt – doch ihre Erkenntnisse gehen unter in einer Infodemie: Widersprüchliche Vorgehensweisen, Desinformation und politische Schuldzuweisungen dominieren; ein rationales internationales Vorgehen scheint unmöglich.
Der Film zeigt möglichst unaufgeregt, wie die Welt seit 2003 – als mit dem Ausbruch von SARS, ebenfalls in China, die erste große Epidemie des 21. Jahrhunderts auftrat – trotz vorliegender Forschungsergebnisse kaum dazugelernt hat. Statt Orientierung zu bieten, wird Wissenschaft vielmehr zum Störfaktor für rechtspopulistische Strömungen und für das Geschäft mit der Angst, insbesondere in den sozialen Medien.
Mit unterschiedlichen Perspektiven auf das Forschungsfeld nähert sich der Film der Komplexität wissenschaftlicher Arbeit an. Er bezieht kulturgeschichtliche Aspekte ebenso ein wie die Herausforderungen einer neuen Medienrealität. Was muss Forschung in diesem Kontext leisten – und wie steht es um ihre Schnittstelle zur politischen Verantwortung? Und wie kann faktenbasierte Prävention gegen emotional aufgeladenen Narrativen bestehen?
