Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen (teilweise OmU)

Frankreich 2015
Regie: Cyril Dion, Mélanie Laurent
Laufzeit:
120 Minuten
Genre:
Dokumentarfilm
FSK:
0
Schulunterricht / Altersempfehlung:
8. - 12. Klasse | ab 13 Jahren
Themen:
Ernährung, Energie, Wirtschaft, Bildung, Demokratie, Ökologie, Globalisierung, neue Technologien, Verantwortung, Gerechtigkeit, Individuum (u. Gesellschaft), Natur, Klimawandel
Unterrichtsfächer:
Politik, Biologie, Geographie, Sozialkunde, Ethik, Wirtschaft, WAT

Beschreibung

Inhalt
Wenn der Mensch den ausbeuterischen Umgang mit den Ressourcen der Erde nicht ändert, könnten die globalen Ökosysteme – und damit unsere Lebensgrundlage – noch vor dem Ende des 21. Jahrhunderts zusammenbrechen. Aufgerüttelt von den düsteren Prognosen einer Studie, die 2012 in der Zeitschrift „Nature“ erschien, beschließen der französische Aktivist Cyril Dion und die Schauspielerin Mélanie Laurent, nach Lösungen zu suchen. Weltweit besuchen sie die verschiedensten Initiativen, von „Urban Farming“ bis zu Städten mit lokaler Währung. Sie sprechen mit Menschen, die in Bürgerbewegungen, Wirtschaft, Stadtplanung, internationalen Organisationen, Schulen oder Landwirtschaft tätig sind, und stellen erfolgreiche Projekte vor. Beispielhaft führen diese vor, wie Ernährung, Energieversorgung und Wirtschaftskreisläufe ressourcenschonend funktionieren. Alternative Bildungs- und Demokratiemodelle zeigen, wie sie das für eine bessere Zukunft notwendige Umdenken unterstützen.

Umsetzung
Erklärtes Ziel des Dokumentarfilms ist es, das Kinopublikum mit positiven Beispielen dazu zu ermuntern, den bedrohlichen Zustand der Erde nicht hinzunehmen, sondern für die vorhandenen Möglichkeiten zur Veränderung bzw. zur aktiven Teilhabe zu sensibilisieren. Der Film berichtet aus der subjektiven Laienperspektive der Filmemacher, die im Bild bei ihren Recherchen zu sehen sind und zudem als Off-Erzähler Gedanken, Erkenntnisse und persönlichen Beweggründe teilen. Ausgehend von der Schreckensnachricht der Studie arbeiten sie sich in fünf Kapiteln durch die Bereiche Ernährung, Energie, Wirtschaft, Bildung und Demokratie, die sie mittels Interviews und Ortsbegehungen ausloten. Die aufkommenden Fragestellungen führen von einer Station zur nächsten und greifen wie Puzzlestücke ineinander. Der von der schwedisch-französischen Sängerin Fredrika Stahl komponierte Soundtrack unterstreicht mit nachdenklichen bis aktionistischen Popsongs die wachsende Aufbruchsstimmung und den „Feel Good“-Charakter des Films.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Der Titel „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ ist Programm. Der Film richtet den Blick auf die Zukunft und plädiert für ihre Veränderbarkeit. Die teils direkte Ansprache der Zuschauenden durch das Personalpronomen „wir“ sowie Identifikationsmöglichkeiten mit den Akteuren fordern Schüler/innen direkt zur kritischen Selbstreflexion auf und motivieren dazu, selbst tätig zu werden. Wie sieht ein verantwortungsvoller Umgang mit der Erde und ihren Ressourcen aus? Was kann ein einzelner Mensch bewirken? In was für einer Welt wollen wir in Zukunft leben? Diese Fragen können im Unterricht diskutiert, die Ergebnisse in eigenen Projekten umgesetzt werden. Auch Recherchen zu lokalen Umwelt-, Bildungs- oder politischen Initiativen zeigen Wege auf, die Themen des Films mit der eigenen Lebenswirklichkeit zu verknüpfen. Es bietet sich außerdem an, sich mit dem Medium Film als Mittel für politischen Aktivismus auseinanderzusetzen.

Links

Trailer