Gregs Tagebuch (1) - Von Idioten umzingelt!

USA 2010
Regie: Thor Freudenthal
Laufzeit:
94 Minuten
Genre:
Comicverfilmung, Komödie
FSK:
0
Schulunterricht / Altersempfehlung:
5.-8. Klasse | ab 10 Jahren
Themen:
Freundschaft, Schule, Individuum (und Gesellschaft), Identität, Erwachsenwerden
Unterrichtsfächer:
Englisch, Sozialkunde, Religion/Ethik, Kunst

Beschreibung

Inhalt
Greg beginnt das erste Jahr an der Junior Highschool. Gleichzeitig fängt er an, seine „Memoiren” zu verfassen. Tagebücher, findet er, seien etwas für Weicheier. Dank seines schonungslosen älteren Bruders wähnt er sich bestens gewappnet für den Kampf um Anerkennung im neuen Umfeld. Doch zu seinem Ärger lädt ihn sein bester Freund Rowley vor allen anderen lauthals zum „spielen” ein, obwohl man ab der Highschool offiziell nur noch zusammen „abhängt”. Um sein Image zu rehabilitieren, schreibt Greg sich in cool klingende AGs ein und berät Rowley in Sachen Aussehen. Aber der Plan geht nach hinten los und bald will selbst Rowley mit Greg nichts mehr zu tun haben.
 
Umsetzung
Gagreich und mit Blick für kindliche Albernheiten verfilmt Regisseur Thor Freudenthal den ersten Band der Comicreihe „Gregs Tagebuch” als aufgedrehte Schulkomödie. Slapstick und Situationskomik gipfeln in zahlreichen lustigen Pannen, unterstützt vom geistreichen Voice Over des Tagebuchschreibers, von clownesken Sidekicks und teils infantilem Popelhumor. Auch kuriose Requisiten und fantasievolle Kostüme sorgen für komische Pointen. Zuweilen bricht der Film aus konventionellen Genreformeln aus und greift in animierten Sequenzen die Tagebuchästhetik der Vorlage auf: Wie im originären Online-Cartoon von Jeff Kinney füllen sich linierte Heftseiten mit Strichmännchen, Sprechblasen und handschriftlichen Notizen. Durch diesen Einblick in seine intime Gedankenwelt gewinnt Greg als Protagonist an Tiefe und Sympathie, der Film als solcher an Charme.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Die unterhaltsame Verfilmung des größtenteils autobiografischen Bestsellers regt zum Nachdenken über den verwirrenden Übergang vom Kind zum Teenager an, indem sie innerhalb des Mikrokosmos Schule realitätsnahe Fragen und Probleme der Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung humorvoll auf die Spitze treibt. Von Streber/innen über Nerds, Sportler/innen und Intellektuellen bis zu seinem vom Beliebtheitskult geblendeten Anti-Helden bietet der Film viele Möglichkeiten zur Identifikation sowie zur kritischen Auseinandersetzung mit sozialem Druck in Schule, Familie und Freundschaft. Darüber hinaus eignet sich der Film, um zum US-amerikanischen Schulsystem zu arbeiten. Auch die literarische Form des Tagebucheintrags oder die Kunstform des Comics können erörtert und in eigenen Arbeiten erprobt werden. Filmsprachliche Analysen zum Genre Highschool-Komödie wie Comicverfilmung können ebenfalls gut durchgeführt werden.

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