Cleo

Deutschland 2019
Regie: Erik Schmitt
Laufzeit:
101 Min
Genre:
Kinderfilm, Abenteuerfilm
FSK:
ab 6 Jahre
Schulunterricht / Altersempfehlung:
5. bis 8. Klasse | 10 bis 13 Jahre
Themen:
Abenteuer, (deutsche) Geschichte, Heimat, Außenseiter, Trauer/Trauerarbeit, Vertrauen, Mut, Einsamkeit, Biographie, Filmsprache
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Geschichte, Ethik, Religion, Kunst

Beschreibung

Inhalt
Cleo hat eine besondere Beziehung zu ihrer Heimat Berlin: Sie liebt die Stadt und ihre Geschichte, die wie lebendig vor ihren Augen erscheint. Als ihr Vater bei einer gemeinsamen Erkundungstour verunglückt, fühlt sie sich schuldig und sie verschließt sich ihrem Umfeld. Erst als sie als Erwachsene den Abenteurer Paul trifft, schöpft sie wieder Hoffnung. Denn Paul hat die Karte des legendären Schatzes der Gebrüder Sass gefunden, in dem sich eine magische Uhr befindet. Mit ihr will Cleo die Zeit zurückdrehen und den Tod ihrer Eltern – ihre Mutter starb bereits bei Cleos Geburt – ungeschehen machen. Doch zunächst müssen Paul und Cleo den Schatz finden, der tief im Untergrund versteckt ist. Die Suche führt sie quer durch das moderne Berlin und zugleich immer tiefer in die Vergangenheit der Großstadt. Bekannte Persönlichkeiten der Geschichte tauchen auf und helfen der jungen Frau dabei, nicht nur das Rätsel des Schatzes zu lösen, sondern auch ihr Herz zu öffnen.

Umsetzung
Mit seinem Debütfilm hat Regisseur Erik Schmitt eine originelle und liebevolle Hommage an seine Wahlheimat Berlin geschaffen. Wie auch schon in seinem preisgekrönten Kurzfilm „Nashorn im Galopp“ (2013) wird die Stadt selber zur Protagonistin. Gullydeckel, Schilder, Bäume, Wolken und Häuser werden zu Hinweisen und Zeichen, denen Cleo auf ihrer Suche nach dem Schatz folgt. Die kreative Bildgestaltung ist dabei nicht nur erzählerisches Mittel, sondern repräsentiert auch die bunte Vielfalt einer modernen und lebendigen Großstadt. Es geht um die „Seele“ der Stadt, die eng mit Cleos Biografie verknüpft ist. Nicht nur wurde sie in der Nacht des Mauerfalls geboren, sie hat auch die Fähigkeit mit bekannten Figuren der Vergangenheit zu sprechen: Albert Einstein, Max Planck und Marlene Dietrich sind nur einige von Cleos geisterhaften Helfer*innen auf ihrer Schatzsuche, die sie auf den sagenumwobenen Teufelsberg führt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Die tiefgründige wie unterhaltsame Erzählung und die kreative Aufbereitung der Berliner und deutschen Geschichte erlauben vielseitige Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit. Historische Persönlichkeiten und Verweise auf geschichtliche Daten und Orte bieten die Chance, Geschichte aus einer frischen Perspektive zu betrachten. Eigene Projektarbeiten zu der Frage, welche Spuren der Vergangenheit sich in der eigenen Stadt oder Ortschaft finden, sind möglich. Die visuelle Darstellung des Stadtlebens kann ebenso als Inspiration für kreative Aufgaben fungieren und regt an, einen aufmerksamen Blick auf die Architektur der eigenen Umgebung zu richten. Cleos allmählicher Prozess, sich anderen gegenüber zu öffnen, lädt zu Diskussionen über Freundschaft, Vertrauen und Mut ein. Cleo muss lernen, mit ihren Schuldgefühlen und ihrer Trauer umzugehen – auch wenn die magische Uhr verspricht, die eigene Vergangenheit verändern zu können.

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