Meine Freundin Conni – Geheimnis um Kater Mau

Deutschland 2020
Regie: Ansgar Niebuhr
Laufzeit:
76 Min
Genre:
Animationsfilm, Kinderfilm
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Schulunterricht / Altersempfehlung:
Vorschule bis 3. Klasse | 5 bis 8 Jahre
Themen:
Kindheit/Kinder, Mädchen, Freundschaft, Tiere, Werte, Abenteuer, Selbstwirksamkeit
Unterrichtsfächer:
vorfachlicher Unterricht, Deutsch, Sachkunde, Kunst, Religion, Lebenskunde

Beschreibung

Inhalt
Vor der ersten Kita-Reise fällt es der kleinen Conni Klawitter schwer, ihren Kater Mau für drei Tage zu verlassen. Der pfiffige Vierbeiner fühlt ähnlich und schleicht sich unbemerkt in den Reisebus, mit dem Conni und die anderen Kinder eine ländlich gelegene Jugendherberge ansteuern. Hinter den nächtlichen Geräuschen des umherschleichenden Katers vermuten die Kinder zunächst ein Gespenst. Als Conni entdeckt, dass Mau ihr gefolgt ist, brechen sich allerdings andere Sorgen Bahn. Weil die Herbergsbetreiberin Frau Weingärtner allergisch auf Tierhaare reagiert, sind Haustiere in der Unterkunft verboten – Conni müsste sogar abreisen, wenn der blinde Passagier entdeckt wird. Als dann regelmäßig Dinge aus der Herberge verschwinden und Mau nächtliches Chaos anrichtet, gerät der Waschbär Oskar in Verdacht. Der Spielgefährte von Frau Weingärtners Sohn Lukas soll deshalb sogar an einen Streichelzoo vermittelt werden. Um das abzuwenden, muss Conni die Wahrheit sagen, auch wenn sie dadurch in Erklärungsnot gerät.

Umsetzung
Seit 1992 begleitet die Buchreihe „Meine Freundin Conni“ der Autorin Liane Schneider Kinder, indem sie kindliche Alltagssorgen aus altersgerechter Perspektive darstellt. Nach den 2016 und 2017 gestarteten Realfilmadaptionen zu „Conni & Co“ erscheint nun der erste Kinofilm mit der originalen Conni im Kita-Alter. Der Animationsfilm orientiert sich stilistisch und tonal an den Buchillustrationen und der Zeichentrickserie, wobei die reduzierten Animationen und die Aufteilung der eigens verfassten Geschichte in kleinere Subplots der kindlichen Aufmerksamkeitsspanne entgegen kommen. Insgesamt wirkt der Film beschaulich, mit einer fröhlichen Grundstimmung und einem wertschätzenden Umgangston der Figuren untereinander. Darüber hinaus inszeniert Regisseur Ansgar Niebuhr aber auch Spannungsmomente, detektivische Aktionen der Kinder, dezenten Grusel und turbulenten Slapstick. Für Abwechslung ist also gesorgt, ohne dass das jüngste Publikum den Faden zu verlieren droht.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Wie die Bücher knüpft der „Conni“-Trickfilm unmittelbar an die kindliche Erlebniswelt an. Anders als in der Vorlage tritt die Identifikationsfigur Conni allerdings ohne ihre Eltern auf, was den Fokus noch stärker auf sie lenkt. Die Kinder können in der Nachbereitung die Eigenschaften des Mädchens besprechen und jenen der übrigen Charaktere gegenüberstellen. Im Vergleich zum schreckhaften Praktikanten Lennart wirkt Conni beispielsweise forsch und selbstsicher. Connis Gewissenskonflikt, als der Waschbär Oskar zu Unrecht verdächtigt wird, kann ebenfalls in der Lerngruppe besprochen werden. In filmischer Hinsicht kann die reduzierte Optik im Vergleich mit der zugehörigen Trickserie, aber auch mit aufwendiger gestalteten Animationsfilmen betrachtet werden. Außerdem lädt der Film schon Vorschulkinder dazu ein, optisches Spielzeug zu basteln und auszuprobieren. Ein selbstgestaltetes Roll- oder Daumenkino oder eine Zwirbelscheibe veranschaulicht, wie starre Bilder sich scheinbar bewegen und macht die „Technik“ hinter Trickfilmanimationen nachvollziehbar.

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