Die Stille schreit

Deutschland 2019 Regie: Josef Pröll
Laufzeit:
74 Min
Genre:
Dokumentarfilm
FSK:
12 Jahre
Schulunterricht / Altersempfehlung:
9. - 13. Klasse | ab 14 Jahren
Themen:
Holocaust, Nazionalsozialismus, Zeitgeschichte,
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Geschichte, Religion, Ethik,

Beschreibung

Der Dokumentarfilm über das Leben im „Dritten Reich“ erzählt die Geschichte der beiden jüdischen Familien Oberdorfer und Friedmann, die in Augsburg alteingesessene und angesehene Unternehmen führten. Durch die „Arisierung“ wurden die Familien durch die Nationalsozialisten ihres Besitzes beraubt. Einige Familienmitglieder konnten diese Phase der deutschen Geschichte durch Flucht überleben, andere nahmen sich angesichts der bedrohlichen Entwicklungen in Deutschland das Leben oder wurden durch die Nationalsozialisten ermordet.
Die Großeltern Oberdorfer werden in Auschwitz ermordet. Miriams Eltern, Elisabeth und Fritz Friedmann, können rechtzeitig über Italien und England in die USA fliehen. Dort ist Miriam geboren. Ihr Vater berichtet in einem Interview, dass sie den Kindern nichts von ihrer Geschichte und der Geschichte der Großeltern erzählt haben, um sie zu schonen. Nach 21 Jahren kehren ihre Eltern wieder nach Deutschland zurück und wohnen bis 2008 in Friedberg bei Augsburg. Als Kinder entdecken Miriam und ihr Bruder durch Zufall Unterlagen im Arbeitszimmer des Vaters und erfahren so vom Schicksal der Familie. Später, als ihre Eltern gebrechlich werden und Hilfe brauchen, pflegt Miriam sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Friedhelm Katzenmeier bis zum Ende ihres Lebens.
Der lebendige, spannende Dokumentarfilm wird mit vielen Originaldokumenten und Bildern illustriert. Originalschauplätze in Augsburg und Umgebung vermitteln dem Betrachter Nähe auch zu weit zurückliegender Geschichte.