Der Bär in mir

Schweiz 2019
Regie: Roman Droux
Laufzeit:
92 Min
Genre:
Dokumentarfilm
FSK:
ab 6 Jahre
Schulunterricht / Altersempfehlung:
ab 4. Klasse | ab 9 Jahre
Themen:
Tiere, Natur, Zivilisation und Wildnis, Umwelt
Unterrichtsfächer:
Sachkunde, NaWi, Biologie, Geographie, Ethik

Beschreibung

Inhalt
Der schweizerische Filmemacher Roman Droux erfüllt sich einen Lebenstraum und begleitet den Bärenforscher David Bittner bei seiner Expedition in den Westen Alaskas. In dem von Menschen unerschlossenen Küstengebiet beobachten die beiden einen Sommer lang das Treiben der dort ansässigen Grizzlybären. Sie treten ein in eine Welt fernab menschlicher Zivilisation, werden Zeuge des Jagd- und Balzverhaltens der Tiere und sehen das fürsorgliche Schutzverhalten einer Bärenmutter, welche um das Überleben ihrer Jungen kämpft. Während der Forscher und Bärenexperte Bittner auf ein Wiedersehen mit dem Bärenmännchen Balu und der Bärin Luna hofft, reflektiert der Filmemacher seine ganz eigene Beziehung zu wildlebenden Tieren und darüber, auf welche Weise Menschen und Tiere koexistieren können.

Umsetzung
Der Film zeichnet sich zunächst durch klassische Elemente des Natur- und Tierdokumentarfilms aus: Über Luft- und Panoramaaufnahmen wird die von Bergen umschlossene Landschaft gezeigt. Das Leben der Bären wird sowohl aus distanzierter, als auch aus sehr naher Perspektive filmisch portraitiert. Die dramaturgische Rahmung erfolgt durch persönliche Anekdoten des Filmemachers, welcher über private Videoaufnahmen seine lebenslange Faszination mit Grizzlybären offenlegt. Später werden auch private Aufnahmen des Bärenforschers verwendet, die unter anderem zeigen wie eine Kamera von einem Bären zerstört wird. Auf die beeindruckenden Tier- und Naturaufnahmen folgen immer wieder Szenen, die den Alltag von Droux und Bittner in einem eingezäunten Camp dokumentieren. Gerade diese intimen und persönlichen Momente heben den Film von klassische Tierdokumentation ab.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Nach der Filmsichtung kann über das Verhältnis von Menschen und Tieren diskutiert werden. Hier bieten die biografischen Reflexionen des Filmemachers Roman Droux einen guten Ausgangspunkt. Im ersten Teil des Films blickt er auf seine Kindheit und die ersten Begegnungen mit wilden Tieren in städtischen Zoos zurück. Daran anschließend kann auch schon mit jüngeren Schüler*innen über eigene Begegnungen mit wilden Tieren, artgerechte Tierhaltung und Fragen des Tierschutzes gesprochen werden. Der Film gewährt auch Einblicke in die schwierigen Dreharbeiten und eröffnet so die Möglichkeit, über die Produktionsbedingungen von Tier- und Naturdokumentationen nachzudenken. Es kann über die Gefahren gesprochen werden, welche zwangsläufig durch das Drehen mit wilden Tieren in freier Wildbahn entstehen und das Verhalten des Bärenforschers, der sich wiederholt in direkte Nähe zu den Bären und so in Lebensgefahr begibt, aus ethischer Sicht analysiert werden.

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