Der Club der roten Bänder – Wie alles begann

Deutschland 2018
Laufzeit:
115 Min
Genre:
Drama, Jugendfilm
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Schulunterricht / Altersempfehlung:
ab 6. Klasse | ab 11 Jahre
Themen:
Freundschaft, Zusammenhalt, Lebenswille, Krankheit, Tod, Verlust, Trauer, Hoffnung, Krebs, Magersucht
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Ethik, Religion, Sozialkunde, Biologie, fächerübergreifend: Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity)

Beschreibung

Inhalt
Sechs Jugendliche, sechs Geschichten. Am Ende kreuzen sich ihre Wege im Krankenhaus. Hugo traut sich, von einem 10-Meter-Turm zu springen, fällt danach jedoch ins Koma. Leo ist schlagfertig und voller Lebensenergie. Doch nach großen Schmerzen erhält er die Diagnose Knochenkrebs. Weitere Schicksalsschläge stellen seinen Optimismus auf die Probe. Emma buhlt um die Aufmerksamkeit und Anerkennung ihres Vaters. Aufgrund ihrer Essstörung wird auch sie stationär behandelt. Jonas leidet unter der Schikane seines älteren Bruders, findet jedoch neues Selbstbewusstsein. In Tonis Welt hat alles Ordnung und Struktur. Er hat das Asperger-Syndrom und wird in den alltäglichen Herausforderungen von seinem Opa unterstützt. Alex ist ein selbstüberzeugter Junge aus reichem Elternhaus, doch auch er hat mit Niederlagen zu kämpfen. Zusammen werden sie im Krankenhaus den Club der roten Bänder gründen.

Umsetzung
Der Film erzählt die Vorgeschichte der gleichnamigen Serie und stellt die Lebensumstände der Jugendlichen vor, bevor sie im Krankenhaus enge Freunde werden. Die erfolgreiche und beliebte Serie ist die deutschsprachige Adaption der katalanischen Serie „Polseres Vermelles“, die auf der Autobiografie Albert Espinosas beruht. Neben klassischen Schuss-Gegenschuss-Einstellungen werden im Film viele Vogel- und Froschperspektiven verwendet. Hugo fungiert als allwissender Erzähler der Geschichte. Er begleitet das Geschehen aus dem Off, gibt Ausblicke auf spätere Ereignisse und fasst Erkenntnisse zusammen, darunter, dass sie sich nur gegenseitig aus ihrem Leid und ihrer Einsamkeit befreien können. Auf diese Weise vermittelt sich Zuversicht – trotz geballter Schicksalsschläge. Die Protagonist*innen finden sich zum Teil in imaginierten, irrealen Welten wieder, in denen sie auf verstorbene Personen treffen, durch deren Worte sie neue Lebenskraft schöpfen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
In einem Gruppengespräch können die Schüler*innen können zusammentragen, was sie über die Krankheiten der Protagonisten erfahren haben und darüber sprechen, wie diese selbst mit ihrer Krankheit umgehen und wie die Außenwelt darauf reagiert. Die Geschichte über die Freundschaft und den Zusammenhalt sechs komplett unterschiedlicher Jugendlicher lädt zur Diskussion über die Zusammensetzung von (auch: aus Filmen bekannten) Freundesgruppen ein. Im Club der roten Bänder nimmt jeder eine bestimmte Rolle ein: Leo ist der Anführer, Jonas der zweite Anführer, Alex ist der Hübsche, Toni der Schlaue, Hugo ist der gute Geist und Emma übernimmt die Rolle das Mädchen. Die Rollenverteilung und die Zuschreibung der Eigenschaften bzw. des Geschlechts können besprochen und hinterfragt werden sowie auf eigene Erfahrungen bezogen werden. Welche Stärken zeichnen die Jugendlichen aus und was sind ihre Geschichten?

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