vincent will meer

Deutschland 2010
Regie: Ralf Huettner
Laufzeit:
96 Minuten
Genre:
Tragikomödie
FSK:
6
Schulunterricht / Altersempfehlung:
7.-12. Klasse | ab 12 Jahren
Themen:
Psychische Erkrankung, Freundschaft, Verantwortung, Anderssein, Außenseiter
Unterrichtsfächer:
Religion/Ethik, Philosophie, Biologie, Deutsch

Beschreibung

Inhalt
Vincents Vater schiebt seinen Sohn in eine Klinik ab. Der Lokalpolitiker ist mitten im Wahlkampf und empfindet die Tics seines Sohnes, der unter dem Tourette-Syndrom leidet, als störend. In der Klinik trifft Vincent die magersüchtige Marie und den Zwangsneurotiker Alex. Zusammen flüchten die Drei und fahren in einem gestohlenen Wagen, verfolgt von Vincents Vater und der behandelnden Ärztin, nach Italien. Vincent will dort die Asche seiner kürzlich verstorbenen Mutter ins Meer streuen. Vincent, Marie und Alexander setzen alles daran, das Leben in der ungewohnten Freiheit auf ihre Weise zu meistern. Schließlich muss jeder für sich entscheiden, wie es weiter geht. Am Ende der Reise ist zwar niemand geheilt, aber alles anders.

Ankünpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
In diesem feinfühligen und unterhaltsamen Roadmovie stehen Bewältigung und Akzeptanz der Krankheiten im Vordergrund. Die Gesellschaft, in der wir leben, beeinflusst die Wahrnehmung und Einschätzung von anderen Menschen. Sie toleriert Menschen oder lehnt sie ab, sie schafft gesellschaftliche Normen und bestimmt, wer noch als normal oder wer schon als krank gilt. Vincent und Alex werden dadurch zu Außenseitern, Marie machen diese Normen krank. Aus den Filminhalten ergeben sich vielfältige Gesprächs- und Diskussionsanlässe. Woher kommen psychische Krankheiten? Wie geht die Gesellschaft damit um? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Deutsch lernen mit Filmen:
Hinweise zum Einsatz des Films mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen
"vincent will meer" ist ein Roadmovie, in dem sich drei junge Erwachsene, die an unterschiedlichen psychosomatischen Erkrankungen leiden (Tourette-Syndrom, Essstörung, Zwangsneurose), auf eine gemeinsame Reise begeben und miteinander die Normalität des Leben wiederentdecken. Die Auseinandersetzung mit den Krankheitsbildern, mit der Frage nach Selbstständigkeit trotz Handicaps und nach dem Umgang des persönlichen Umfelds damit sind wichtige Themen, die von Jugendlichen anlässlich dieses Filmes gut diskutiert werden können.

Zudem nimmt der Film die Perspektive der Außenseiter/innen ein und stellt sie in den Mittelpunkt des Geschehens. Dabei kann man sich als Zuschauer/in leicht mit den Figuren identifizieren, was ein guter Ausgangspunkt sein kann, um sich im Unterricht mit Vorurteilen zu befassen. Wie gehen wir mit Menschen um, die durch Aussehen oder Verhalten auffallen?

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Trailer