Thilda & die beste Band der Welt

Norwegen 2018
Regie: Christian Lo
Laufzeit:
94 Min
Genre:
Road Movie, Komödie, Kinder- und Jugendfilm
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Schulunterricht / Altersempfehlung:
4. bis 8. Klasse | 9 bis 13 Jahre
Themen:
Freundschaft, (Helden-)Reise, Werte, Gemeinschaft, Erwachsenwerden, eigene Stärken, Träume und Ziele, Musik, Familie, Außenseiter, Idole
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Musik, Ethik, Religion, Geographie

Beschreibung

Inhalt
Die 14-jährigen Grim und Aksel sind nicht nur beste Freunde, sondern haben auch zusammen eine Band, „Los Bando Immortale“. Als sie die Zusage für den Auftritt beim nationalen Rockmusik-Wettbewerb erhalten, geht ein großer Traum in Erfüllung, doch die Band braucht Verstärkung. Zum Casting kommt nur die 9-jährige Thilda mit ihrem Cello. Aber Thilda überzeugt, denn sie hat den Rock’n‘Roll im Blut und wird in die Band aufgenommen. Zusammen mit Ralleyfahrer Martin machen sie sich in einem „ausgeliehenen“ Wohnmobil auf den Weg quer durchs Land. Jedoch gibt es einige Probleme: Aksel kann nicht singen, Thilda hat die Teilnahmeerlaubnis ihrer Eltern gefälscht und Martins Vater und Bruder haben die Verfolgung aufgenommen, denn sie wollen ihr Wohnmobil zurück. Trotzdem retten die vier unterwegs noch eine Braut mit einer Autopanne und treffen Grims großes Idol „The Hammer“. Im Wettlauf gegen die Zeit wachsen sie als enge Freunde zusammen und schaffen es gerade noch rechtzeitig zum großen Auftritt.

Umsetzung
Das spannende Roadmovie von Christian Lo begleitet die Rockband auf ihrer inneren und äußeren Reise. Es widmet sich den persönlichen Geschichten jeder einzelnen Hauptfigur, stellt aber auch die Gemeinschaft der Band und ihre Freundschaft in den Fokus. Der Film ist nah an den Protagonisten erzählt, was durch den Einsatz vieler Großaufnahmen filmisch unterstützt wird. Daneben werden häufig weite Aufnahmen verwendet, die das Wohnmobil auf den Straßen bzw. in der Landschaft zeigen und die Bewegung und Weiterentwicklung der vier symbolisieren. Musik spielt eine wesentliche Rolle: Das Genre Rock sowie Klassiker der Rockmusik werden thematisiert, und jeder der vier Musiker wird mit seinem Instrument (Schlagzeug, Gitarre, Violoncello, Stimme bzw. Gesang) und seiner Leidenschaft zur Musik vorgestellt. Der Film ist humorvoll, und – auch dank des Einsatzes des lockeren Soundtracks – flott und voller Energie erzählt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Der Film bietet Gesprächsstoff zu vielfältigen Themen – Freundschaft, Werte, Gemeinschaft, Familie und Musik – die sowohl mit jüngeren als auch mit älteren Kindern behandelt werden können. Er bietet den Zuschauer*innen Anhaltspunkte, ihre eigenen Träume und Wünsche zu reflektieren und eigene (Lebens-)Ziele zu definieren. Außerdem kann das Genre des Roadmovies besprochen und die verschiedenen Orte und Etappen der Reise in Zusammenhang mit der inneren Entwicklung der Hauptprotagonisten gebracht werden. Welche Erkenntnisse gewinnen die Freunde, die für ihr ganzes weiteres Leben bedeutsam sein können? Der typische Einsatz der weiten Aufnahme liefert einen guten Ansatz zur Besprechung der Wirkung unterschiedlicher Einstellungsgrößen und weiterer filmischen Stilmittel des Roadmovies. Auf einer abstrakteren Ebene bieten sich – getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ – Gespräche über die Straße als Metapher des Lebensweges, bzw. der Bewegung und der persönlichen Weiterentwicklung an. Schließlich liefern das Thema Musik/Rockmusik und die unterschiedlichen Musikinstrumente weitere Anknüpfungspunkte.

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