Sebastian und die Feuerretter

Frankreich 2015
Regie: Christian Duguay
Laufzeit:
97 Minuten
Genre:
Abenteuerfilm, Literaturverfilmung
FSK:
6
Schulunterricht / Altersempfehlung:
4. - 7. Klasse | ab 9 Jahren
Themen:
Abenteuer, Freundschaft, Familie, Tiere, Natur, Rollenbilder, Werte, Tod/Sterben 
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Sachkunde, Kunst, Ethik, Religion 

Beschreibung

Inhalt
1945 in den französischen Alpen: Der 10-jährige Sebastian lebt mit seinem Ziehgroßvater César und seiner geliebten Hündin Belle in einem kleinen Bergdorf. Am liebsten tollt er den ganzen Tag mit Belle über die Wiesen, viel lieber, als zur Schule zu gehen! Besonders glücklich aber ist Sebastian, weil Angelina wiederkommt. Césars Tochter, die für den Waisenjungen wie eine Mutter ist, hat zwei Jahre lang im Krieg gekämpft. Doch dann erfährt er etwas Schreckliches: Das Flugzeug, das Angelina nach Hause bringen sollte, ist abgestürzt und hat zudem einen gefährlichen Waldbrand verursacht. Anders als alle anderen glaubt Sebastian, dass Angelina überlebt hat und irgendwo in den Wäldern auf ihre Hilfe wartet. Mutig macht er sich auf, um sie zu suchen – und stößt dabei auf ein großes Geheimnis.

Umsetzung
Nach „Belle und Sebastian“ (2013) ist „Sebastian und die Feuerretter“ die zweite Kinoverfilmung, die sich an der berühmten französischen Kinderbuchserie von Cécile Aubry sowie an der populären Fernsehserie aus den 60iger Jahren orientiert. Wieder reihen sich viele große und kleine Abenteuer aneinander und machen den genretypischen, in allen Details handwerklich perfekten Film von Beginn bis zum Ende spannend. Eine eigene Rolle spielt die Natur: Verwunschene Wälder und idyllische Berglandschaften, die durch atemberaubende Luftaufnahmen eindrucksvoll in Szene gesetzt werden, stehen für ein freiheitliches Lebensgefühl und dienen zugleich als bedrohliche Kulisse für die nervenaufreibende Reise der Protagonisten. Wesentlich für die emotionale Wirkung des Films ist außerdem der Einsatz der Musik, der immer effektvoll die Handlungsebene unterstreicht.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Zunächst ließe sich die klassische Narration des Films in ihren typischen Konstellationen und Entwicklungen untersuchen. Dabei können sowohl die Beziehungsmuster, etwa in Form eines Schaubilds, als auch der Spannungsaufbau der Geschichte genauer in den Blick genommen werden. Parallel dazu kann die filmsprachliche Umsetzung und ihre Wirkung thematisiert werden: Was macht den Film spannend und wie wirkt die Inszenierung der Natur und des Bergdorfs auf die Schüler/innen? Welche Eigenschaften haben die Figuren und was ist es, das sie charakterisiert? Zudem können Vergleiche zur Romanvorlage, zu der Fernsehserie oder zu anderen Filmen gezogen werden, die die Freundschaft zwischen Mensch und Tier in den Mittelpunkt stellen. Gerade an das Thema Freundschaft kann auch im Hinblick auf das eigene Erleben der Schüler/innen angeknüpft werden. Neben Zusammenhalt und Loyalität geht es in „Sebastian und die Feuerretter“ auch um den Mut, an eigenen Zielen festzuhalten, den eigenen Weg zu gehen und sich selbst und seiner Intuition zu trauen. Nicht zuletzt geht es außerdem um die Frage, was eine Familie schließlich zu einer Familie macht.

Links