Nicht ohne uns!

Deutschland 2016
Laufzeit:
91 Minuten
Genre:
Dokumentarfilm
FSK:
0
Schulunterricht / Altersempfehlung:
5. - 13. Klasse | ab 10 Jahre
Themen:
Schule, Kindheit/Kinder, fremde Kulturen, Familie, Werte, Bildung, Armut, Abenteuer, Zukunft
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Ethik, Sachkunde, Lebenskunde, Religion, Sozialkunde, Geografie

Beschreibung

Inhalt
Überall auf der Welt machen sich Kinder morgens auf den Weg in die Schule. Während Finya in Deutschland auf dem Skateboard loszieht, nehmen die hochbegabte Sai in New York oder die blinde Rebekka in der Schweiz die Bahn. Luniko aus Südafrika, Sanjana aus Indien oder Yamabuki aus Japan gehen zu Fuß. Der Österreicher Vincent fährt von seiner Berghütte aus auf Skiern ins Tal, To aus Laos mit dem Boot über den Mekong. Alphonsine von der Elfenbeinküste balanciert auf ihrem Kopf Mittagessen in die Schule. Sie verkauft es dort; den Unterricht besucht sie nicht. „Nicht ohne uns!“ begleitet 16 Kinder an unterschiedlichsten Orten bis zu ihrer Schule. Unterwegs sprechen sie über ihren Alltag, ihre Hoffnungen und Ziele. Sie wollen ihre Zukunft selbst gestalten, die Welt verbessern, aber bangen auch um ihre Heimat, die durch Umweltschäden wie Wasserverschmutzung, Radioaktivität, Brandrodung oder den Klimawandel bedroht ist.

Umsetzung
In 16 einnehmenden Kurzporträts fängt die Dokumentation von Sigrid Klausmann die Gedanken von ebenso fröhlichen wie reflektierten und ernsthaften Kindern rund um den Globus ein. Während Totalen die Protagonisten/innen in Beziehung zu ihrem Umfeld zeigen, entstehen durch Großaufnahmen Nähe und Empathie. Parallelmontagen kontrastierten nicht nur die landschaftlich, kulturell und sozial heterogenen Lebenswelten, sondern stellen zugleich eine Verbindung zwischen den einzelnen Kindern her. Die Geschichten werden nicht nacheinander erzählt. Vielmehr wurden sie kaleidoskopartig zusammengeschnitten, um thematische Schwerpunkte deutlich zu machen und zum direkten Vergleich aufzufordern (z.B. bei der Aufzählung von Lieblingsfächern oder Reflexionen über Umweltveränderungen). Zum Teil heben sog. Match Cuts die Ähnlichkeiten hervor. Auch Filmmusik wird als verbindende Klammer eingesetzt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Die Betonung von Gemeinsamkeiten durch die Montage unterstreicht die humanistische Botschaft des Films: Unabhängig von Herkunft, Bildungsgrad etc. haben alle Kinder eine Stimme und jede dieser Stimmen wird gehört. Sie haben alle an der Gestaltung unserer Zukunft teil. Anknüpfend daran können im Unterricht Unterschiede und Parallelen zwischen ihren Lebensräumen, Handlungen und Äußerungen analysiert und diskutiert werden. Den Schüler/innen bieten sie vielfältige Identifikationsmöglichkeiten, die zum Hinterfragen eigener Gedanken und Lebensentwürfe anregen. Darüber hinaus liefert der Film aufschlussreiche Einblicke in andere (Bildungs-)Kulturen und Gesellschaften. Wie könnten dementsprechend die Wege der Protagonisten/innen weiter verlaufen und warum? Recherche- und Diskussionsanlässe bieten außerdem die Äußerungen der Kinder zu Ökologie und Klimawandel. Weitere Porträts und Vertiefungen bietet die Website des Filmprojekts „199 kleine Helden“ an, aus dem „Nicht ohne uns!“ hervorgeht.

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