Molly Monster - Der Kinofilm

Schweiz, Deutschland, Schweden 2015
Regie: Ted Sieger, Matthias Bruhn, Michael Ekblad
Laufzeit:
72 Minuten
Genre:
Animationsfilm
FSK:
0
Schulunterricht / Altersempfehlung:
1. - 3. Klasse | ab 5 Jahren
Themen:
Geschwister, Eifersucht, Familie, Alleinsein, Freundschaft, Eltern, Mut, Reisen, Monster
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Sachkunde, Religion, Kunst

Beschreibung

Inhalt
Molly ist ein blitzgescheites und fröhliches Monstermädchen. Mit ihren Eltern und ihrem Lieblingsspielzeug Edison, einem aufziehbaren Männchen, lebt sie auf dem Monsterplaneten. Gerade strickt sie eine Mütze für das „Du weißt schon was“, das bald aus dem Ei schlüpfen und ihr Geschwisterchen werden wird. Als es an der Zeit dafür ist, machen sich Mollys Eltern mit dem Ei auf den Weg zur Eierinsel, wo alle kleinen Monsterkinder das Licht der Welt erblicken. Doch Molly ist noch zu klein, um mitzukommen und so muss sie mit Edison bei ihren Onkeln Alfred und Santiago bleiben. Als sie jedoch bemerkt, dass die Eltern ihr Geschenk für das Baby vergessen haben, macht sie sich zusammen mit Edison auf den abenteuerreichen Weg zur Eierinsel über riesige Monsterhügel und einige Gefahren hinweg, bis sie schließlich gerade noch rechtzeitig auf ihre Familie trifft und das neue Familienmitglied bewundern kann.

Umsetzung
Molly Monster und ihre Monsterwelt kennen Kinder schon seit vielen Jahren. Nach dem Buch von Ted und Andrea Sieger aus dem Jahr 2000 „Die kleine Monsterin schläft nicht in ihrem Bett“, Kurzfilmen und einer Fernsehserie kommt die kleine Heldin nun zum ersten Mal als Langspielfilm ins Kino. Episodenhaft angelegt, aber trotzdem mit einem dramaturgischen Bogen versehen, ist den drei Regisseuren ein gefühlvoller, alltagsnaher und spannender Film für die jüngsten Kinogänger gelungen. Der Film ist sehr liebevoll gezeichnet und steckt voller fantasievoller Details und Ideen. So gibt es zum Beispiel helfende Kitzelmonster und einen laufenden Briefkasten. Sehr gelungen ist die Synchronisation der Figuren, besonders Edison mit seinem liebenswerten Schweizer Akzent. Die Musik ist gut passend zur Handlung ausgewählt, wobei einige Songs die jeweilige Gefühlssituation der Protagonisten noch verstärken.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Für Kinder hat Molly Monster ein hohes Identifikationspotential. Ihre Erlebnisse und Gefühle kennen Kinder nur zu gut aus ihrem Alltag. Das ist ein neues Geschwisterchen unterwegs, man fühlt sich allein gelassen, ein Freund wird eifersüchtig, Angst machende Situationen müssen bewältigt werden und es gibt Streit unter Geschwistern. All diese Themen können nach dem Film im Rollenspiel oder durch Gespräche aufgegriffen werden. Die fantasievolle Monsterwelt bietet aber auch einen Anreiz, selbst Monsterhügel, die Eierinsel und kleine Monster zu zeichnen oder aus Pappmaché zu gestalten. Darüber hinaus können die Kinder mit Motiven aus dem Animationsfilm eigene Dreh-, Streifen- oder Daumenkinos basteln, um durch eigenes Tun zu erleben, wie die Bilder das Laufen lernen.

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Trailer