Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

USA 2016
Regie: Theodore Melfie
Laufzeit:
123 Min
Genre:
Historische Biografie
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Schulunterricht / Altersempfehlung:
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Themen:
Menschenrechte/-würde, Rassismus, Bürgerrechtsbewegung, USA, Frauenrechte, Raumfahrt, Naturwissenschaft, Diskriminierung, Anerkennung, Selbstwirksamkeit
Unterrichtsfächer:
Englisch, Geschichte, Sozialkunde, Ethik

Beschreibung

Inhalt
Unerkannte Heldinnen - das sind Mary, Catherine und Dorothy, die maßgeblich daran beteiligt sind, dass John Glenn 1962 als erster US-Amerikaner die Erde umkreist. Als Naturwissenschaftlerinnen arbeiten sie gemeinsam mit anderen schwarzen Frauen bei der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Dort erfahren sie die systematische Segregation der weißen und schwarzen Bevölkerung und die damit verbundene Benachteiligung genauso wie in ihrem alltäglichen Leben. Höhere Positionen in der Behörde bleiben für sie unerreichbar und der monatliche Lohn steht in keinem Verhältnis zu ihren außerordentlichen Leistungen. Mary, Catherine und Dorothy aber machen sich durch ihr Wissen und ihr Talent für die NASA schrittweise unersetzlich. Als der weißen Führungsebene dies bewusst wird, muss sie sich mit der Diskriminierung in ihrem Unternehmen auseinandersetzen.

Umsetzung
Der Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, macht durch die ausführliche und sorgfältige Zeichnung der Figuren die Segregation der US-amerikanischen Bevölkerung der 1960er-Jahre am Leben von drei Freundinnen sichtbar. Dorothy Vaughan rennt so schnell sie kann über das Gelände der NASA, um die Toilette für schwarze Frauen zu erreichen, die sich eine halbe Meile entfernt von ihrem Arbeitsplatz befindet. Um keine Arbeitszeit zu verlieren, nimmt sie alle Unterlagen mit und löst Rechenaufgaben auf der Toilette. Die Perlenketten der weißen Mitarbeiterinnen werden zum Sinnbild für ungerechte Bezahlung und eine von den weißen Kollegen für Dorothy aufgestellte zusätzliche Kaffeekanne „für Schwarze“ wird zum Symbol für die Abwertung, die schwarzen Menschen entgegenschlägt. „Ich habe nichts gegen Sie, Dorothy.“, sagt die Abteilungsleiterin in einer Szene zu ihrer Arbeitnehmerin. „Ich weiß, dass Sie das glauben.“, antwortet Dorothy und verdeutlicht dadurch den in der Gesellschaft verankerten Alltagsrassismus.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Durch die persönlichen Erlebnisse der drei schwarzen Naturwissenschaftlerinnen wird für die Zuschauenden erfahrbar gemacht, wie verschiedene Lebensbereiche von Rassismus und Diskriminierung geprägt sind. Im Film finden sich außerdem viele Hinweise auf andere historische Ereignisse und Wendepunkte der Bürgerrechtsbewegung, über die weiterführend gesprochen werden kann. Gleichzeitig ist der Film eine Ode an die Naturwissenschaften, speziell die Mathematik, als Zeugnis gesellschaftlichen Fortschritts und Erfolgs. Was macht eine Gesellschaft erfolgreich? Welche Bedeutung hat Macht im Zusammenhang mit Naturwissenschaften? Die Rolle von Frauen und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten in dieser Zeit sind Themen, die der Film in mehreren Dialogen aufgreift. Da Frauen vor allem im Bereich der Naturwissenschaften noch heute für gleiche Löhne und Anerkennung kämpfen, kann der Film auch Anlass zu einem Gespräch über die heutige Situation von Frauen im Berufsleben sein.

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Trailer