Hände weg von Mississippi

Deutschland 2007
Regie: Detlev Buck
Laufzeit:
100 Minuten
Genre:
Literaturverfilmung, Abenteuerfilm
FSK:
0
Schulunterricht / Altersempfehlung:
3.-6. Klasse | ab 8 Jahren
Themen:
Familie, Freundschaft, Generationen, Kindheit/ Kinder, Landschaft, (Tier-)Liebe, Literaturverfilmung, Recht- und Gerechtigkeit
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Sachkunde, Biologie

Beschreibung

Inhalt
Die zehnjährige Emma verbringt ihre Sommerferien alljährlich bei Oma Dolly auf dem Land. Es gibt ein freudiges Wiedersehen mit ihren Freunden Leo und Max, den Dorfbewohnern und auch mit Dollys zahlreichen Tieren. Nur Albert Gansmann – genannt der Alligator und protziger Neffe des kürzlich verstorbenen Herrn Klipperbusch – hat große Pläne mit dem vom Onkel geerbten Hof. Altes und scheinbar Überflüssiges stört da nur - so auch die betagte Haflinger-Stute "Mississippi". In letzter Minute kaufen ihm Emma und Dolly das Pferd ab und bewahren es damit vor dem Pferdemetzger! Doch das Glück währt nicht lange: Aus irgendeinem Grund will Gansmann "Mississippi" zurück. Mit List und Tücke versucht er sich des Kaufvertrags zu bemächtigen…

Umsetzung
Detlev Bucks erster Kinderfilm nach einer Romanvorlage von Erfolgsautorin Cornelia Funke transportiert dank seiner Farbgestaltung, dem verstärkten Einsatz von Gelbtönen und idyllischen Naturaufnahmen – gedreht wurde in Rögnitz und im Biosphärenreservat Schaalsee (Mecklenburg-Vorpommern) – eine sommerliche Ferienstimmung. Die Konflikte zwischen Gut und Böse werden einfühlsam in einen tragfähigen Spannungsbogen eingebettet und – dem Stil aller Buck-Filme entsprechend – mit Witz und Ernst gelöst. Komödie und Drama wechseln sich in schneller, skurriler Folge ab und wirken wie zwei Seiten einer Medaille.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Mit seiner lockeren Erzählhaltung und in komödiantischer Form werden in "Hände weg von Mississippi" der Zielgruppe der Acht- bis Zwölfjährigen wichtige Aspekte von Familie und Freundschaft vermittelt. Der Film lässt auch eine Erörterung des Verhältnisses zwischen Kindern und der Generation der Erwachsenen zu: Der Identifikationsfigur Emma, die Willensstärke beweist, mutig ist und liebevoll mit ihrer Umwelt umgeht, steht die humor- und verständnisvolle Großmutter Dolly beiseite, die als hilfsbereit, unterstützend und offen dargestellt wird. Die feste Verankerung der Geschichte auf dem Bauernhof, der Drehort in einem Biosphärenreservat, die tragende Rolle von Tieren und die Heimatatmosphäre eröffnen zudem die Möglichkeit einer Auseinandersetzung im Sachkunde- und Biologieunterricht. Für den Deutschunterricht bietet sich ein Vergleich mit der literarischen Vorlage von Buchautorin Cornelia Funke an.

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