Die Abenteuer des Huck Finn

Deutschland 2012
Regie: Hermine Huntgeburth
Laufzeit:
101 Minuten
Genre:
Literaturverfilmung, Abenteuerfilm
FSK:
0
Schulunterricht / Altersempfehlung:
4.-8. Klasse | ab 9 Jahren
Themen:
Abenteuer, Freiheit, Rassismus, Menschenrechte/-würde, Recht und Gerechtigkeit, Sklaverei, Amerika im 19. Jahrhundert
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Englisch, Sachunterricht, Geschichte, Geografie, Sozial- und Gemeinschaftskunde, Religion/Ethik

Beschreibung

Inhalt
Huck Finn ist kaum wieder zu erkennen: Ordentlich gekämmt und gekleidet geht er regelmäßig in die Schule und die Kirche. Seitdem er mit seinem Freund Tom Sawyer einen Schatz gefunden hat, lebt er in geordneten Verhältnissen – bei der liebenswerten Witwe Douglas, ihrer biestigen Schwester und dem Sklaven Jim. Aber so oft es geht, stiehlt sich Huck auf der Suche nach Abenteuer n davon. Die gibt es bald mehr als genug, denn Huck s versoffener Vater taucht auf und fordert alles Geld von seinem Sohn. Huck beschließt zu fliehen – und mit ihm Jim, der von einem Leben als freier Mann in Ohio träumt. Auf einem selbstgebauten Floss machen sich die beiden auf den gefährlichen Weg den Mississippi hinunter. Doch drei skrupellose Sklavenhändler und der alte Finn bleiben ihnen dicht auf den Fersen!
 
Umsetzung
Mehr noch als beim Vorgänger-Film Tom Sawyer erinnern das Szenenbild, die Kostüme und die Ausstattung an einen klassischen amerikanischen Western. Auch die Geschichte um Huck und Jim, die sich auf die Suche nach räumlicher und gesellschaftlicher Freiheit machen, greift klassische Westernmotive auf. Die sommerlich warme Farbgebung verleiht dem Film trotz vieler spannender Momente eine heitere Grundstimmung. Bedrohliche Szenen werden oft durch Humor aufgefangen. Dazu gehört auch die Überzeichnung der Nebenfiguren. So sorgen insbesondere die drei min des tens so tollpatschigen wie skrupellosen Sklavenhändler für manchen Lacher. Den drei Darstellern Henry Hübchen, Milan Peschel und Andreas Schmidt sieht man den Spaß am Slapstick deutlich an.
 
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Bei einer Literaturverfilmung bietet sich ein Vergleich des Films mit der literarischen Vorlage an. Bei Die Abenteuer des Huck Finn stehen auch gesellschaftspolitische Fragestellungen im Vordergrund. Zentrales Thema, Jim immer wieder explizit angesprochen, ist die Freiheit. Was bedeutet Freiheit für den einzelnen? Wovon möchte man frei sein, wozu kann oder soll man seine Freiheit nutzen? Darauf aufbauend kann über den Sinn und Wert des Lebens diskutiert werden und über die Verschiedenheit von Menschen und ihrer kulturellen Herkunft.
 
Schließlich kann der historische Rahmen der Handlung, die USA Mitte des 19. Jahrhunderts und die Geschichte der Sklaverei in den Südstaaten im Unterricht aufgegriffen werden.

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