A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando

USA 2019
Regie: Josh Cooley
Laufzeit:
100 Min
Genre:
Animationsfilm, Komödie, Kinderfilm
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Schulunterricht / Altersempfehlung:
ab 3. Klasse | ab 8 Jahre
Themen:
Freundschaft, Abenteuer, Verantwortung, Kindheit, Recycling, Filmgeschichte
Unterrichtsfächer:
Deutsch, Englisch, Kunst, Medienkunde, Ethik, Religion

Beschreibung

Inhalt
Seitdem Vorbesitzer Andy das College besucht, leben die Cowboy-Puppe Woody, die Astronautenfigur Buzz Lightyear und ihre Spielzeugfreunde bei der kleinen Bonnie. Einem Mädchen, das nun dem Abenteuer „Vorschule“ entgegenblickt. Obwohl der einstige Anführer Woody inzwischen in der Kinderzimmerhierarchie zurückgefallen ist, will er Bonnie moralisch unterstützen und begleitet sie heimlich an ihrem ersten Eingewöhnungstag. Dort bastelt sie aus weggeworfenen Materialien und einer löffelartigen Plastikgabel ein neues Lieblingsspielzeug, das sie auf den Namen Forky tauft. Dummerweise hält sich der kleine Kerl aber auch weiterhin für Abfall und stürzt sich daher in jeden Mülleimer, der ihm unter die Nase kommt. Als Forky während eines Familienausflugs sogar aus dem Autofenster springt, macht sich der um Bonnies Wohlergehen besorgte Woody sofort auf die Suche nach dem Ausreißer.

Umsetzung
Fast 25 Jahre nachdem Pixar mit „Toy Story“, dem ersten vollständig am Computer erzeugten Kinofilm, eine Leinwandrevolution lostrat, erscheint nun der vierte Teil um Woody und seine Spielzeugkamerad*innen. Abermals gelingt es den Macher*innen darin, eine berührende, kluge Botschaften transportierende Geschichte mit spannenden Charakteren, vielen witzigen Begebenheiten und einigen eindrucksvollen Actionszenen zu verbinden. Der Abstecher in die farbenfrohe, gewohnt liebevoll animierte Welt eines Freizeitparks hat mehrere aufregende Schauplätze zu bieten. Und noch dazu ist es immer wieder unterhaltsam, wie die charmant gezeichneten Figuren Dinge in ihrer Umgebung nutzen, um sich fortzubewegen oder Aufmerksamkeit zu erregen. Zu den Höhepunkten der gut geölten Dramaturgie gehört eine Wendung, die eine als Gegenspielerin eingeführte Puppe am Ende in neuem Licht dastehen lässt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
In Grundschulklassen regt „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“ ein Gespräch über Wesen und Wert von Freundschaften an. Am Beispiel des Films kann man im Unterricht erörtern, inwiefern Spielzeuge das Aufwachsen eines Kindes prägen und behilflich sind, neue, unbekannte Lebensabschnitte wie Bonnies Eintritt in die Vorschule unbeschwerter zu gestalten. Nicht nur der aus Müllresten hergestellte Forky, auch die Ausflüge in den mit vielen Puppen und anderen Gegenständen gefüllten Second-Hand-Laden bieten ausreichend Stoff, um über die gerade heute besonders relevanten Themen Re- und Upcycling und Wiederverwendung aussortierter Dinge zu diskutieren. Für ältere Schüler*innen ist angesichts der rasanten technischen Entwicklung in den letzten Jahren außerdem ein Blick auf den Wandel in der digitalen Animationsarbeit reizvoll. Was hat sich seit Veröffentlichung des ersten „Toy Story“-Teils getan? Wie detailreich waren die Darstellungen damals und wie ausgeklügelt sind sie heute?

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