Landstreifen – Der ländliche Raum im Film

In Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung
Güllegeruch, Funkloch und abends tote Hose: Klischees über das Leben auf dem Land gibt es zuhauf. Das gemeinsam von der Bundeszentrale für politische Bildung und VISION KINO konzipierte Filmprogramm wirft einen umfassenderen Blick auf den ländlichen Raum. Die Filme thematisieren aktuelle Phänomene und Herausforderungen, die mit Strukturwandel in Politik und Wirtschaft einhergehen. Sie zeigen aber auch das pralle Leben außerhalb der Großstädte und thematisieren (Wunsch-)Vorstellungen, in denen die Sehnsucht nach dem Ländlichen oftmals auch Ausdruck einer sich zunehmend urbanisierenden Welt ist. In diesem Sinne blickt die Filmauswahl auf den ländlichen Raum als Lebensraum, Naturraum, Wirtschaftsraum und als kulturelles Konstrukt und gibt dabei Einblicke in eine Vielfalt an Landschaften, Mundarten und Lebensumständen.

Das Sonderprogramm „Landstreifen – Der ländliche Raum im Film “ umfasst folgende Filme:


Die Sommerferien auf dem Land werden für die zehnjährige Emma ein großes Abenteuer, wenn es darum geht, die alte Stute Mississippi vor dem Schlachter zu retten und den Verkauf des Tante Emma-Ladens an eine große Discounter-Kette zu verhindern. Die idealisierte Landidylle mit einer intakten, farbenfrohen Natur und einer lebhaft, skurrilen Dorfgemeinschaft bildet den Hintergrund für eine slapstickhafte Komödie.

  • Sauacker | 7. - 13. Klasse | Dokumentarfilm
Der Dokumentarfilm spürt einer kleinbäuerlichen Kultur nach, die durch die Industrialisierung der Landwirtschaft im Verschwinden begriffen ist. „Sauacker“ zeigt die Konflikte, die der Generationenwechsel auf einem schwäbischen Bauernhof mit sich bringt und überzeugt mit ebenso dichter Gegenwarts- wie poetisierender Naturbetrachtung.

Anfang der 1980er Jahre wird im strukturschwachen Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz eine zentrale Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Brennstäbe aus Kernkraftwerken geplant. Während zunächst die Hoffnung auf Arbeitsplätze vorherrscht, formiert sich in Politik und Bevölkerung ein starker politischer Widerstand, nachdem Details über die möglichen Gefahren des Projekts bekannt werden. „Wackersdorf“ ist ein Heimatfilm der etwas anderen Art, in der eine von der Landespolitik vernachlässigte und kaum wahrgenommene Region zum Spielball wirtschafts- und machtpolitischer Interessen wird.